Altersarmut bei vielen vorprogrammiert und stark steigend !!!
http://taz.de/Debatte-um-Mindestlohn/!81005/
Was würde ein verbindlicher Mindestlohn von 7 Euro brutto in der Stunde, wie er gerade in der Politik diskutiert wird, nun aber ändern am Armutsrisiko vor allem der Frauen? Würde sich dadurch der Anteil jener, die alleine von ihrem Verdienst leben, die unabhängig sind von Ehemann, Scheidungsrisiken und Hartz IV, erhöhen?
Bei einer 40-Stunden-Woche käme für eine Alleinstehende ein Bruttoverdienst von 1.204 Euro (netto: 909 Euro) im Monat zusammen. Mit diesem Einkommen hätte ein Single sogar noch Anspruch auf ergänzende Leistungen nach den Hartz-IV-Gesetzen, sofern er nicht über nennenswertes eigenes Vermögen verfügt.
Mit diesem Nettoeinkommen würde ein Single auch nicht über die durch die EU definierte statistische Schwelle für "Armutsgefährdung" klettern, die in Deutschland 935 Euro beträgt. Und was die Alterssicherung beträgt, ist auch ein Mindestlohn von 7 Euro brutto eine Rutschbahn in die Altersarmut. Um über die Rente einen Anspruch zu erarbeiten, der höher liegt als die heutige Grundsicherung im Alter, also die "Sozialhilfe", müsste man 45 Jahre lang in Vollzeit mehr als 9,30 Euro brutto die Stunde verdienen, rechnet Markus Grabka vor, Verteilungsforscher am DIW. Von solchen Entgelten sind alle Mindestlohndebatten meilenweit entfernt.



