WELT: E-Smart soll die USA elektrisieren

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WELT: E-Smart soll die USA elektrisieren

Beitragvon Schaefca » Fr 11. Jun 2010, 15:13

Tach!

Ich fürchte, das nützt auch nix mehr...

Gefunden bei welt.de:

E-Smart soll die USA elektrisieren

Daimler will so die Kleinwagenserie retten - Renault bei Elektroautos weit voraus
Von Nikolaus Doll

Berlin - Mit Elektroautos konnte der Daimler-Konzern bislang nicht unbedingt Erfolge landen. Wie die anderen deutschen Autohersteller fahren die Stuttgarter beim Thema Stromfahrzeuge den französischen und japanischen Herstellern mit großem Abstand hinterher. Doch nun soll ausgerechnet ein Elektroauto für Daimler in einem entscheidenden Markt die Trendwende bringen. Mit dem E-Smart wollen die Stuttgarter versuchen, die Amerikaner für den Zweisitzer zu begeistern. Ab Oktober sollen die ersten von zunächst 250 elektrisch betriebenen Kleinstwagen testweise auf den Highways rollen.
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Eigentlich ist der Smart ein Hoffnungsträger im Konzern: klein, jung, frech und sparsam, genau das also, was dem Daimler-Konzern sonst fehlt. Doch die Stuttgarter brauchten fast zehn Jahre, um den Zweisitzer profitabel zu machen, erst 2007 gab es erstmals schwarze Zahlen. Ein Strohfeuer, wie man jetzt weiß, und auch in den Vereinigten Staaten sanken die Verkaufszahlen zuletzt dramatisch. In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden dort 2722 Smarts verkauft - fast zwei Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum.

Weltweit sollen nun 1500 Elektro-Smarts der neuesten Generation den Weg zur Massenfertigung bereiten. Daimler macht Tempo, denn auch Erzrivale BMW testet eine Elektroversion seines Mini. Richtig Druck bei der neuen Technik machen aber vor allem die französischen und japanischen Hersteller, allen voran Renault-Nissan. Konzernchef Carlos Ghosn will in den kommenden zwei Jahren eine komplette Modellfamilie auf die Räder stellen und damit weltweit die Nummer eins unter den Herstellern von Elektroautos werden. "Renault-Nissan und Mitsubishi liegen bei der Entwicklung von Elektroautos weit vorn, weil sie seit Jahren mit großem Aufwand an dieser Technologie arbeiten", sagt der Autoexperte Stefan Bratzel.

Mitsubishi konzentriert sich bei alternativen Antrieben ganz auf das E-Auto, im Gegensatz zu den deutschen Herstellern, die auf die "Fächerstrategie" setzen: Dabei wird gleichzeitig an Hybrid-, Elektroautos und Fahrzeugen mit Brennstoffzellen geforscht und gearbeitet. Die Folge davon: "Die deutschen Automobilhersteller haben im internationalen Vergleich derzeit noch deutliche technologische Rückstände bei der E-Mobilitäts-Kompetenz", sagt Bratzel. "Diese erscheinen jedoch in den nächsten fünf bis zehn Jahren durchaus als aufholbar, zumal sich die Marktentwicklung im Bereich der reinen Elektroautos nicht umbruchartig, sondern eher schleichend vollziehen wird."

Bis es soweit ist, können aber Renault und Nissan nach ihren aktuellen Plänen eine ganze E-Flotte mit mehreren Modellen präsentieren. Der französisch-japanische Konzernverbund ist neben Mitsubishi der einzige Automobilhersteller, der in den kommenden Jahren Elektroautos in Großserie herstellen wird. Mitsubishi will seinen i-MiEV noch in diesem Jahr auf den Märkten außerhalb Europas anbieten. 2011 sollen dann der Nissan Leaf und der Renault Fluence ZE kommen. Erst 2013 zieht mit Volkswagen der erste deutsche Hersteller mit einer Großserienproduktion nach. Dann sollen der E-Golf und E-Lavida (für den chinesischen Markt) vom Band laufen.

Die übrigen Modelle, die andere Hersteller bis dahin bringen wollen, werden wohl nur in deutlich geringeren Stückzahlen angeboten, darunter der Peugeot iOn, der Citroën C-Zero, der Ford Focus, Smart ed oder das Megacity Vehicle von BMW. Der chinesische Autobauer BYD hat die großflächige Einführung des BYD e6 vorerst verschoben.
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