Zetsche: Elektroauto weiter Nischenprodukt




"E-Mobility" schimpft es sich Neudeutsch - für alle Diskussionen, egal ob Pro oder Contra oder smart und Nichtsmart, könnt Ihr Euch hier austoben. Natürlich auch für Wasserstoff, Erdgas, Hühnermist.......

Zetsche: Elektroauto weiter Nischenprodukt

Beitragvon Schaefca » Do 26. Dez 2013, 11:59

Tach!

Nein, was für eine Erkenntnis! Wohl endlich mal die Verkaufszahlen angeschaut, was? Wie lange es jetzt noch dauert, bis man den Plug-In als Trend entdeckt?

http://www.n-tv.de/ticker/Elektroauto-w ... bile=false
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Re: Zetsche: Elektroauto weiter Nischenprodukt

Beitragvon acc » Mo 30. Dez 2013, 09:07

Schaefca hat geschrieben:Tach!

Nein, was für eine Erkenntnis! Wohl endlich mal die Verkaufszahlen angeschaut, was? Wie lange es jetzt noch dauert, bis man den Plug-In als Trend entdeckt?

http://www.n-tv.de/ticker/Elektroauto-w ... bile=false


Die Plug-in-Hybrid-Pkw kommen mit eingerechnetem Stromverbrauch auf unter vier Liter Benzin. Bei einem derartigen Verbrauch sind Hybrid-Fahrzeuge wirtschaftlich gesehen für den Autokäufer uninteressant. Fortschrittliche Pkw mit Diesel- und Benzinmotoren, die im Fahralltag auf fünf Liter bis sechs Liter je 100 km kommen, sind selbst mit einem Mehrverbrauch von einem Liter bis zwei Liter und hochwertiger Ausstattung deutlich billiger als vergleichbare Hybrid-Autos.

Selbst bei der seltenen kleinen Differenz des Kaufpreises von 4.000 Euro zu einem Hybrid-Auto sind Pkw mit Benzin- oder Dieselmotoren trotz des Mehrverbrauchs von gut zwei Litern pro 100 Kilometer ein Schnäppchen. Denn die 4.000 Euro Preisunterschied entsprechen den Kraftstoffkosten für über 120.000 Kilometer. Der vergleichsweise geringe Kaufpreis und Betrieb von Pkw mit Verbrennungsmotoren sichert bis auf Weiteres ihre Dominanz gegenüber Hybrid- und Elektroautos.

Hybrid- und Elektroautos haben es schwer, weil die Käufer ihre individuelle Wirtschaftlichkeitsrechnung aufstellen.


http://www.handelsblatt.com/auto/nachrichten/alternative-antriebe-hybrid-autos-buhlen-um-kaeufer-seite-all/9226572-all.html

Sicher ist aber auch, dass dieses Jahr eine Zeitenwende bei den heimischen Herstellern bedeutet. BMW, Daimler und Volkswagen haben etliche Milliarden Euro in alternative Antriebe gesteckt, um die Konkurrenz nicht noch einmal wie beim Hybridfahrzeug davonziehen zu lassen. Zudem sind die lokal abgasfreien Stromer ein Rettungsring für künftige CO₂-Limits: "Vielleicht schaffen wir mit konventionellen Technologien ein Flottenziel von 120 Gramm CO₂ pro Kilometer. Aber dann ist Schluss, dann ist technisch alles ausgereizt", erklärt Norbert Reithofer, "um bis 2021 auf die für BMW vorgeschriebenen 101 Gramm in der EU zu kommen, brauchen wir eine fünfstellige Zahl von Elektroautos pro Jahr. Andernfalls könnten wir in Europa nur noch kleine Autos verkaufen."


http://www.sueddeutsche.de/auto/elektro-mobile-der-zukunft-so-verstromt-sich-die-auto-industrie-1.1851842
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Re: Zetsche: Elektroauto weiter Nischenprodukt

Beitragvon GT24 » Mo 30. Dez 2013, 13:25

Echt, moderne Diesel u. Benziner kommen auf 5-6 Liter. Cool und wie weit fahren Sie damit so ?
Mein so moderner Smart MHD kam auf knapp 6 Liter, bei diesem Gewicht wohlgemerkt. Mein Yaris Hybrid hat imo 4,9 auf 9500Km und der ist gut 300KG schwerer, die 5-6 Liter schaffen die wenigsten dauerhaft. Ein Blick in Spritmonitor.de hilft oft weiter. Besonders die so viel gelobten Diesel stehen nicht wirklich gut da, besonders die vermehrten Ausfälle bei diesen.
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Re: Zetsche: Elektroauto weiter Nischenprodukt

Beitragvon Schaefca » Mo 30. Dez 2013, 14:45

@ acc:

Aha, ein Plug-In - wie z.B. der OPEL AMPERA - verbraucht also 4 Liter/100km. Wo? Auf der Autobahn bei 130? Möglich! Im Pendelbetrieb unter 80 km? Niemals - denn da verbraucht er nur Strom, laut spritmonitor im Schnitt 17,32 kWh/100 km, macht ca. € 4,80. Ein Diesel mit 5-6 Litern Verbrauch kostet aber bereits zwischen €7.- und 8.- Euro. Es kommt also aufs Fahrprofil an, gell?!

Ausgerechnet das HANDELSBLATT rechnete hier noch vor, dass der AMPERA im Vergleich zum GOLF 2,7 Cent pro Kilometer günstiger ist! Klar kostet der AMPERA deutlich mehr als ein GOLF, verkaufe ich ihn, wird er mir aber auch wieder deutlich mehr Geld in die Kasse spülen als ein GOLF.
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Re: Zetsche: Elektroauto weiter Nischenprodukt

Beitragvon GT24 » Mo 30. Dez 2013, 17:38

Und dann auch wieder Diesel mit Schaltgetriebe und Benziner mit Automatik als Vergleich. Die Ruhe in den Hybrid zum Diesel ist schon eine Aufschlag wert, zumindest für mich. Das merkt man sogar in der Stadt wenn man verträumt an der Ampel steht und mal wieder einer dieser Trecker auftaucht.
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Re: Zetsche: Elektroauto weiter Nischenprodukt

Beitragvon acc » Do 2. Jan 2014, 09:59

Schaefca, du als Zulassungszahlenfetischist hast dafür bestimmt eine Erklärung:

Neuzulassungen: Verlierer 2013

Die Neuzulassungs-Statistik entlarvt die wahren Verlierer des Autojahres 2013. Hier gibt's die Top 25 der Modelle mit dem dicksten Minus!

Platz 4, Opel Ampera: Die deutschen Autofahrer stehen Elektroautos eher reserviert gegenüber. Das merkt auch Opel und verkauft trotz massiver Preissenkung für den Ampera deutlich weniger Exemplare des Stromers. In Zahlen: Minus 60,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr – gerade einmal 318 Kunden konnten sich 2013 für den E-Opel mit Verbrennungsmotor als Range Extender erwärmen.

Platz 12, Toyota Prius: Auch die Plug-in-Variante des Prius hat den Abstieg des Hybrid-Pioniers erst mal nicht stoppen können: Bis Ende 2013 rutschte der Prius um 41,3 Prozent in den Keller (1418 Neuzulassungen). Ist die Elektro-Konkurrenz auf einmal doch zu groß?


So wird das nix mit dem Trend. Ist etwa in dem Handelsblatt-Bericht doch ein Funken Wahrheit?

http://www.autobild.de/artikel/neuzulassungen-verlierer-2013-4498763.html
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Re: Zetsche: Elektroauto weiter Nischenprodukt

Beitragvon Schaefca » Do 2. Jan 2014, 11:56

@ acc:

OPEL hat - wie auch Du wissen solltest - ein klitzekleines Problemchen. Das Jahr 2013 war geprägt durch die Diskussion um die Werksschließung in Bochum. Der PRIUS hat seit gefühlten 3 Jahren ein "Qualitätsproblem", Stichwort "Materialermüdung an den Bremsen". Hinzu kommt, dass der Plug-In-PRIUS um einiges teurer ist als die Normalversion. Sowas rüttelt natürlich beim Käufer nachhaltig am Image und schlägt auf die Zulassungszahlen durch.

In den USA sind die Zulassungszahlen der Vergleichsmodelle bis November trotz des gewachsenen Stromerparks 2013 quasi auf Vorjahresniveau (AMPERA-Bruder VOLT: - 0,6%, PRIUS Liftback: + 0,2%, PRIUS C: + 20,2%, PRIUS V: -12,7% ). Beim PRIUS V war die Rückrufaktion insoweit offensichtlich auch medienwirksam.

Aber woher soll ein AUTOBLÖD-Redakteur sowas wissen? Also, der Trend zum HYBRID bereits am Ende? Eher nicht.

Zitat: "(...) The number of hybrids continues to increase, as mentioned above, with Chevrolet adding the Impala and the QX60 being added by the Infiniti (with the Nissan Pathfinder coming soon). Hybrids grew as compared to last month and year-to-date results also show stronger growth than the overall market."

Möglicherweise reichen ja auch die Englischkenntnisse des Guten nicht soweit. Da steht was von "Anstieg", "stark" und "Wachstum". ;)
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Re: Zetsche: Elektroauto weiter Nischenprodukt

Beitragvon acc » Do 2. Jan 2014, 14:03

Wir leben hier in D. fahren hier in D. und kaufen Autos hier in D. was kümmert uns der Trend in den USA, schwappt der über zu uns oder nicht, das weiß der Teufel oder wer.
Fakt ist das die Zahlen in D. runtergingen. Um das geht es in dem Bericht. Und bitte, stell dich nicht über das Wissen eines Autobild-Redakteurs, auf der Brennsuppe ist der auch nicht dahergeschwommen. Ob die Zahlen mit den Qualitätproblemen der Bremse zusammenhängen ist reine Spekulation deinerseits, bei VW gingen wegen der Steuerkettenproblematik und DSG Getriebenproblemen die Verkaufszahlen auch nicht zurück, BMW hatte genügen Rückrufe in der letzten Zeit und trotzdem Rekordverkäufe.
Das der Plug-in Prius teurer ist als die Normalversion, ja das ist doch mit der Kern des Handelsblatt-Berichts, um was reden wir hier eigentlich? Die Käufer sind nicht bereit für etwaige zehntel Liter Spritersparnis so tief in die Tasche zu greifen.
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Re: Zetsche: Elektroauto weiter Nischenprodukt

Beitragvon Schaefca » Do 2. Jan 2014, 17:40

@ acc:

Du hast mich nach meiner Meinung gefragt. Ich sage "Imageproblem". Punkt. Auch VW hat mit modellspezifischen Problemen zu kämpfen (TOURAN-"Kopfweh", eingefrorene 1.0er Motoren im LUPO), die MINI-Verkaufszahlen gingen mit Bekanntwerden der desaströsen Langzeittests ebenfalls spürbar runter).

Stimmte der AUTOBLÖD-These, dass der Zulassungsrückgang der beiden Modelle an den neuen E-Autos liegt, müssten deren Zahlen in D ja entsprechend steigen. Davon sehe ich nichts in D. In den USA wachsen beide Segmente überdurchschnittlich - wo ist da der "Kannibalismuseffekt"?

Nichtzuletzt macht die fehlende Ladeinfrastruktur in D den Plug-In-Hybriden genauso zu schaffen, wie den E-Autos. Um das zu erkennen, braucht man kein AB-Redakteur zu sein.
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