Neuwagenpreise fahren Netto-Einkommen davon




All das mehr oder weniger "sinnvolle" Gelaber über Gott und die Welt, könnt Ihr hier vom Stapel lassen...

Neuwagenpreise fahren Netto-Einkommen davon

Beitragvon acc » Sa 10. Nov 2012, 13:54

Kein Wunder wenn die Absatzzahlen zurückgehen, welcher Privatkäufer kann sich auf Dauer diese überteuerten Kisten noch leisten.

"Der durchschnittliche deutsche Autokäufer hat immer größere Schwierigkeiten, sich einen Neuwagen zu leisten. Gemessen am durchschnittlichen Nettogehalt muss er nach Berechnungen des Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen derzeit fast doppelt so lange arbeiten, um sich einen Neuwagen anschaffen zu können, wie vor 30 Jahren.

Den Angaben zufolge kostete 1980 ein neues Auto im Schnitt das 9,4-fache eines durchschnittlichen Nettogehalts. Heute muss der Kaufinteressent das 15,7-fache für den Neuwagen hinlegen. Anders gesagt: Während sich die durchschnittlichen Nettogehälter in den vergangenen 30 Jahren von 899 Euro auf 1.654 Euro noch nicht einmal verdoppelt haben, sind die Pkw-Preise auf das Dreifache gestiegen – von 8.420 Euro auf 25.893 Euro."

http://www.kfz-betrieb.vogel.de/neuwagen/handel/articles/384888/
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Re: Neuwagenpreise fahren Netto-Einkommen davon

Beitragvon steve55 » So 11. Nov 2012, 00:22

Tja, Hauptsache der Aktionär ist zufrieden.... so denken die heutigen Manager, aber nur maximal ein Jahr im Voraus. Das sind eben nur noch Manager und keine Unternehmer mehr.
Weiterhin unterstützt und subventioniert die Politik nur die Industrie und nicht das gemeine Volk, das aber im Endeffekt das Endprodukt der Industrie kaufen soll. Woher soll also die Kaufkraft kommen, wenn der Bürger vom Staat geschröpft wird und Billiglöhne weiterhin zugelassen werden?
Gruß Stefan

der nun, nach 10 Jahren smart, seit Ende 2013 Spass am Fahren mit einem Mini Cooper hat


Die Horizonte der Menschen sind verschieden.
Bei manchen ist das Sichtfeld so eingeengt, dass es sich auf einen einzigen Punkt beschränkt.
Den nennen sie dann Standpunkt.
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Re: Neuwagenpreise fahren Netto-Einkommen davon

Beitragvon Bolle » So 11. Nov 2012, 11:12

Das sage ich schon lange, absoluter Wahnsinn diese Preise! Bin der gleichen Meinung wie die meiner Vorredner, hier geht es nur noch um schnelle Gewinne und darum die Damen und Herren aus dem Vorstand sowie die Aktionäre schnellst möglich reich zu machen!
Aber es wird sich bald rechen 100% wenn man bedenkt, dass Deutschland fast nur von Gewinn der Metall und Autoindustrie lebt!
Für 100.000 DM ist man vor 30 Jahren eine S-Klasse kaufen gegangen und vom Verkäufer hat man die Schuhe beim laufen in den Verkaufsraum geputzt bekommen! Wenn man heute mit 50.000€ ins gleiche Autohaus geht, gibt's ne gut ausgestattete B-Klasse und einen lauwarmen Kaffee wenn man Glück hat gibt's für die Frau noch ein Blumensträußchen aber da hat man vorher schon um einen vollen Tank und ein paar Fussmatten gefeilscht als ob es um eine Ferienfilm in Spanien gehen würde!
Dabei würde man auch gern ein Familienpack Zewa gleich mit zu den Verhandlungen mitnehmen, den das Heulen der Autoverkäufer ist gut vom Unternehmen einstudiert worden!
Oder aber die sind so arrogant wie von mir erst erlebt in Karlsruhe bei Audi, dass man sagt Preisnachlass, da müssen sie zu BMW oder VW unsere Autos verkaufen sich wie warmes Brot und sie dürfen sich gern hinten anstellen, wenn sie ein sooooo gutes Produkt wie unseren Audi kaufen möchten!
Aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall!
Und warum die Autoindustrie letztes Jahr die Kurzarbeit vom Staat bezahlt bekommen hat und dieses Jahr an ihre Angestellten Rekordgewinne (Porsche, Audi, Mercedes usw.) ausbezahlt hat versteht wohl kein Mensch!
Aber abwarten, ich komme in 2-3 Jahren wieder mal ein Auto kaufen, gern auch mit sauberen Schuhen!!! ;-)
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Re: Neuwagenpreise fahren Netto-Einkommen davon

Beitragvon edition-10 » So 11. Nov 2012, 18:58

Ich würde sagen, dass das ganze auch wieder an den Käufern liegt, nicht an den Herstellern - ist wie mit den "Automarken", solange sie gekauft werden, wird es sie geben...
Die Leute sind eigentlich selbst Schuld, denn sie bezahlen die überteuerten Preise und damit es ihnen leichter fällt, per Finanzierung oder Leasing - das gab es in dem Maße vor 30 Jahren noch nicht...
Und man muss auch ganz klar sagen, gäbe es das Leasing oder die Finanzierung nicht, wären die Hersteller längst am Ende und zwar so ziemlich alle und müssten somit mit den Preisen runter gehen.
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Re: Neuwagenpreise fahren Netto-Einkommen davon

Beitragvon black_racer » Do 15. Nov 2012, 15:34

Ich frag mich auch manchmal woher manche das Geld haben, dass sie jetzt unbedingt in einen Neuwagen investiren müssen. Ich glaube auch, es gibt so große Einkommensunterschiede zwischen den Leuten. Die einen können sich den neuwagen eben noch kaufen und lamentieren trotzdem über dessen Preis und alle anderen fahren halt den Gebrauchten oder Bahn.
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Re: Neuwagenpreise fahren Netto-Einkommen davon

Beitragvon apicsmart » Do 15. Nov 2012, 17:23

Sicher sind Autos heutzutage teuer.
Und ganz sicher sind an diesen Preisen auch die Aktionäre Schuld die natürlich Gewinne erwirtschaften wollen.
Aber geht es nicht bei jedem Unternehmen generell darum das Gewinne erwirtschaftet werden sollen und müssen?

Das war vor 30 Jahren ja nicht anders. Was sich aber geändert hat, ist die hohe Anzahl von sehr teuren Premium Fahrzeugen am Gesamtmarkt.

Diese Autos werden aber in der Regel nicht von den Privatkunden gekauft sondern als Firmenwagen. Nun gab es vor 30 Jahren natürlich auch schon Firmenwagen. Und natürlich hat auch vor 30 Jahren ein Geschäftsführer schon einen Premium Wagen gefahren. Das war dann z.B. eine Mercedes S-Klasse oder ein 7er BMW. Diese Premiumfahrzeuge waren auch damals schon deutlich teurer als der Durchschnitt der normalen Fahrzeugen.

Allerdings war deren Anteil am Gesamt Fahrzeugmarkt viel geringer als heute. Heute fährt jeder Popelige Vertreter schon einen Audi A4 oder 3er BMW oder ne C-Klasse Klasse. Diese Typen führen damals noch Passat in Nacktausstattung, oder nen Opel Rekord. Ein Abteilungsleiter fuhr damals vielleicht nen Ford Granada und nicht E-Klasse, oder 5er BMW.

Man muss sich bei den Veröffentlichungen der Aktuellen Zulassungszahlen einmal die unterschiedlichen Zahlen der Neuzulassungen im Privat Markt und im Flottengeschäft anschauen. Dann erkennt man sehr schnell dass der durschschnittliche PKW des Privatkunden nicht 25 000 € kostet.
Bei den privaten liegt der Durchschnitt wahrscheinlich bei 19 bis 20 000 Euro.

Auch das ist viel Geld, keine Frage.

Aber man darf auch nicht außer acht lassen, dass sich auch die Rohstoffpreise extrem nach oben bewegt haben in den letzten 30 Jahren.
Dass die Autos heute über Ausstattungsmerkmale verfügen die es vor 30 Jahren noch gar nicht gab.
Dass die Autos heute Sicherheitseinrichtungen haben die es vor 30 Jahren noch nicht mal für gute Worte gab.
Das kostet ja auch alles Geld.

Und mal ehrlich, ich habe vor etwa fünf Jahren im Nachlass meines Großvaters einen Bestellschein von 1983 gefunden.
Es handelte sich um einen Bestellschein für einen Ford Escort Sondermodell LASER. Das war der letzte Neuwagen den mein Großvater sich gekauft hat. Das Auto kostete im Endpreis 16 000 DMark.
Für dieses Geld, hat mein Opa sich damals einen Traum erfüllt. Denn es war das erste Auto seines Lebens mit Servolenkung. Dafür hatte dieses Auto aber auch so gut wie keine sonstige Ausstattung. Nach heutigen Verhältnissen war das Ding komplett nackt. Einziges Komfortextra Servolenkung und Radio mit Casetten Spieler.

Alle sonstigen "Extras" bezogen sich auf wichtige Sachen wie Velourteppiche und farblich aufeinander abgestimmte Stoffe.
Das Auto hatte einen 75PS Motor Servolenkung und Radio sonst nichts.
Keine elektrischen Fensterheber, keine Zentralverriegelung, keine Airbags, kein ESP, Keine Kliima und keinen Lichtassistent, kein Regen Assistent, kein Einpark Assistent, kein Spurhalte oder Einschlaf Assistent, keine Navigation oder Multimediaanlage. Trotzdem war das das Traumauto meines Opas damals.

Und heute?
Wer heute einen neuen Golf kauft er würde so eine nackte Blechdose überhaupt ich akzeptieren. Nicht mal ein Dacia ist so nackt.

Zum einen sind heute Airbags, Servolenkung, ABS, ESP bereits serienmäßig. Zum anderen wird niemand mehr ein Auto kaufen ohne es zusätzlich mit Klimaanlage, Navigation, Regen Sensor und sonstigen der Klimbim auszustatten und schon kostet ein neuer Golf dann eben 28 000 €.
Und damit hat man noch nicht nur die gesamte Preisliste abgegrast.

Von daher sind wir es auch selber Schuld. Wenn wir ein Auto so bescheiden kaufen würden wie damals, dann würden wahrscheinlich viel mehr Hersteller so nackte Karren anbieten wie Dacia. Dort bekommt man noch Neuwagen für um die 10000 Euro. Da ist nicht viel drin, aber Preise wie vor 30 Jahren gibts auch nur für Autos wie vor 30 Jahren.

Von daher ist das mal wieder gejammer auf verdammt hohem Niveau.
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2011 - ??? SMART for two pulse cabrio mhd Bild SUPER
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Re: Neuwagenpreise fahren Netto-Einkommen davon

Beitragvon nullkommasechs » Do 15. Nov 2012, 19:18

apicsmart hat geschrieben:Von daher sind wir es auch selber Schuld.
Schuld sind nur die, die das kaufen. Von all den Leuten, die sich über genau diese Dinge in meiner Gegenwart ärgern, haben die Allermeisten selbst die ganze Bandbreite des neuzeitlichen Technikschrotts mit an Bord. Warum sollte mein Auto besser wissen als ich, wann es regnet und wie stark? Wann Dämmerung oder es nicht mehr taghell ist entscheidet nur einer: Ich.
Die individuelle Ausstattung wird bei der Anschaffung leider viel zu sehr auf Wiederverkauf optimiert, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse und persönlichen Anforderungen. Es müsste sich eine Firma trauen, ein Auto auf die absolut nötige Quintessenz zu reduzieren. Das wäre was. reduce to the max, zu einem fairen Preis. Habe ich schonmal gehört. Keine Ahnung mehr wo. Ist sicher lange her.
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Re: Neuwagenpreise fahren Netto-Einkommen davon

Beitragvon black_racer » Mo 26. Nov 2012, 13:24

Man muss ja nicht unbedingt ein Auto fahren.
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