Dr. Z. über die Probleme mit dem SMART




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Dr. Z. über die Probleme mit dem SMART

Beitragvon Schaefca » Sa 11. Sep 2010, 09:55

Tach!

So viele S-Klassen wie noch nie

Vom Milliardenverlust zurück in die Erfolgsspur: Dank des starken Wachstums bei Mercedes-Benz fährt die Daimler AG wieder satte Gewinne ein. Die Produktion im Sindelfinger Werk ist voll ausgelastet. Im August legte Mercedes-Benz um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu.
In einem Interview mit der SZ/BZ spricht Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche über den Boom in China und die Probleme bei Smart.

Noch vor ein paar Monaten war die S-Klasse-Produktion in Sindelfingen am stärksten von der Kurzarbeit betroffen. Jetzt wird für die Mercedes-Modelle der Premiumklasse besonders gefragt. Liegt das nur am Boom in China?


Dr. Dieter Zetsche: „Zunächst einmal hat sich entgegen der Prognosen aller Ökonomen die Weltwirtschaft doch sehr steiler zurückentwickelt, als dies in der Krise angenommen wurde. Haben auch die Auguren, die das Ende der Premiumklasse vorausgesagt haben, völlig falsch gelegen.

Wir waren immer davon überzeugt, dass die Kaufzurückhaltung unserer Kundschaft eine Frage der Stimmung, und nicht eine Frage der Kaufkraft ist. Wir sind deshalb klar davon ausgegangen, dass sich das Premiumsegment sehr viel schneller erholen wird, als das Volumensegment. Zusätzlich haben wir den Effekt der schnell wachsenden Märkte, allen voran China. All das führt zusammen dazu, dass wir so viel S-Klassen produzieren wie noch nie.“
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Sehen Sie ein Ende des Booms in China?

Dr. Dieter Zetsche: „Die chinesische Wachstumsrate war, auch beeinflusst durch das Konjunkturprogramm, auf zwölf Prozent gestiegen. Was die chinesische Regierung dazu veranlasst Gegenmaßnahmen, entgegen zu steuern, um eine Überhitzung zu vermeiden. Diese wirken, deshalb geht das Wachstum zurück, in Richtung zehn vielleicht sogar auf acht Prozent. Das nehmen einige Kommentaren zum Anlass, den Absturz der chinesischen Wirtschaft vorherzusagen. Das ist natürlich absurd“.

Was macht die Chinesen so stark?

Dr. Dieter Zetsche: „Die Chinesen haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie sehr klug die Einflussmöglichkeiten von Zentralbank und anderen Mitteln, die der Staat zur Verfügung hat, zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Wirtschaft, nutzen können. Sie sind durch die Asien-Krise sehr erfolgreich gelaufen und sie sind auch gut durch die jetzige Weltwirtschaftskrise gekommen. Ich habe keinen Grund anzunehmen, warum sie diese Fähigkeit verlieren sollten.

Mindestens so wichtig ist: sie haben die Stellhebel, um agieren zu können. Es gibt praktisch keine andere Volkswirtschaft der Welt, die eine so geringe Verschuldung und so hohe Devisenreserven hat, wie China. Es ist ein sehr wahrscheinliches Szenario, dass wir noch über Jahre hinweg mit sehr erheblichen Wachstumsraten in China rechnen können“.

Unser Anteil wird ständig größer

Und Mercedes hat offensichtlich die Fahrzeuge, die die Chinesen bevorzugen.

Dr. Dieter Zetsche: „Innerhalb des gesamten Mixtums der Marktnachfrage wächst das Premiumsegment prozentual insgesamt und in diesem Premiumsegment wird unser Anteil ständig größer, sodass wir weit überproportional über das chinesische Wachstum des Marktes hinaus selbst wachsen, mit zurzeit 120 Prozent gegenüber dem Vorjahr.“

Wie sehen Ihre Planungen für die Produktion der E-Klasse in China aus?

Dr. Dieter Zetsche: „Wir befinden uns im Prinzip im Anlauf der neuen E-Klasse in der verlängerten Form, die wir nur für China entwickelt haben und jetzt dort produzieren. Wir sind im Augenblick in der Kapazität beengt. Aber wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr mit der Nachfrage Schritt halten, was im Augenblick definitiv nicht der Fall ist. Das betrifft die E-Klasse“.

Wie viele E-Klassen wollen sie einmal in China produzieren?

Dr. Dieter Zetsche: „Ich kann ihnen keine exakte Zahl nennen. Wir haben im ersten Halbjahr dieses Jahres 60 000 Fahrzeuge verkauft und werden deshalb auf 120 000 Einheiten bis Jahresende zielen. Im letzten Jahr waren es 70 000. Wir glauben, dass wir uns bis zum Jahr 2015 in die Größenordnung von 300 000 Einheiten entwickeln können. Darin ist ein signifikanter Anteil an E-Klasse-Fahrzeugen enthalten“.

Im Gegensatz zu den Verkäufen bei kleinen Fahrzeugen stagniert der Absatz bei Smart. Woran liegt das?

Dr. Dieter Zetsche: „Zunächst einmal, wenn man etwas generell über kleinere Fahrzeuge hört, dann ist das per se schon falsch, denn wir haben ganz besonders in der USA dramatische Rückgänge im Segment der kompakten Fahrzeuge. Da sprechen wir von 60 Prozent und mehr Rückgang. Wir haben, auch in der Verbindung mit dem Auslauf der Abwrackprämie in verschiedenen Märkten, auch in Europa, erhebliche Rückgänge in diesem Segment. Wichtige Märkte für diese Fahrzeuge wie Italien, Spanien und Frankreich sind signifikant rückläufig. Das betrifft auch uns“.

Woher kommen die starken Rückgänge in den USA?

Dr. Dieter Zetsche: „Insbesondere die amerikanische Entwicklung trifft uns, weil wir nach dem Anlauf fast einen Hype in den USA für den Smart hatten. Wir haben zweieinhalb Mal so viele Fahrzeuge verkauft, wie wir geplant hatten. Diese Euphorie ist jetzt zurückgegangen. In Verbindung mit dem Gesamtmarkt-Schwund führt das zu erheblichen Absatzverlusten in den USA und in geringerem Maße auch in Europa. So, dass wir realistischer Weise in diesem Jahr knapp unter oder knapp über 100 000 Smart Einheiten erwarten können“.

Wie sieht die Zukunft des Smart aus?

Dr. Dieter Zetsche: „Wir werden mit vernünftigen Maßnahmen, sicherlich nicht mit verrückten Rabattaktionen, versuchen, den Absatz in den verbleibenden Jahren dieser Generation zu stabilisieren. Wir werden alles tun, um in der nächsten Generation zu erfreulichen Zuwächsen beim Smart zu kommen. Inklusive der Erweiterung der Smart-Familie um einen Viersitzer.“


(Den zweiten Teil des Interviews lesen Sie am Dienstag in der SZ/BZ)

Quelle>>



Sorry, aber was sind das denn für Ausreden: "(...) Wir haben zweieinhalb Mal so viele Fahrzeuge verkauft, wie wir geplant hatten. Diese Euphorie ist jetzt zurückgegangen." HALLO?! 2008 wurde von 20.000 Bestellungen gesprochen (click>>) und 2009 von 30.000 bei wachsendem Absatz (click>>). Da war sogar von einem SMART-WERK in den USA die Rede. Und heute war das alles nur Euphorie?

In 2008 wurden 24.622 in den USA verkauft, in 2009 14.595. Macht summa summarum 39.217 Stück. Hm, das anderthalbfache also? Wovon? Rechne ich die 2008er und 2009er Ankündigungen zusammen, komme ich auf 50.000. Dann wären die verkauften 39.217 Stück das 0,78-fache...

Stellt ihm doch auch mal die Frage, was kommt, wenn der SMART auf 100.000 Einheiten zurückfällt - mächtig rote Zahlen kommen dann, das freut die Aktionäre! Das will er stabilisieren? Mal sehen was dann wirklich kommt: der 44 wurde weiland schließlich wegen der roten Zahlen abgeschafft - nun soll er die Marke retten? Also bitte... :o
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