So steht Mercedes unter Strom




Zeitungsschnipsel - Testberichte und Vergleichstests - smart im Fernsehen?
Hier herein!
Allerdings bitte IMMER mit Quellverweis!

So steht Mercedes unter Strom

Beitragvon Schaefca » Sa 11. Dez 2010, 09:47

Tach!

So steht Mercedes unter Strom
Bei der Elektrifizierung des Automobils setzt Mercedes auf unterschiedliche Ansätze — das neueste Modell ist die A-Klasse E-Cell.

Bild

Valencia, der Veranstaltungsort des diesjährigen Tec-Days von Mercedes, wurde keineswegs zufällig gewählt. Inmitten der futuristischen Bauten der Stadt der Künste und der Wissenschaften, die dem Star-architekten Santiago Calatrava zu Weltruhm verholfen haben, luden die Stuttgarter zu einer Art Werkschau ein.

Eine Werkschau, die primär beweisen sollte, dass die Erfinder des Automobils die aktuelle Entwicklung in Sachen elektrische Mobilität keineswegs verschlafen haben. Denn während beispielsweise Nissan das Elektroauto Leaf in verschiedenen Ländern an den Start bringt, rollen die Stuttgarter zwar mit den verschiedensten Fahrzeugen und unterschiedlichen technischen Ansätzen ebenfalls lautlos und unter Strom durch die Welt — aber bis jetzt nur in homöopathischen Dosen.

Zwar werden der Smart ed, die A-Klasse E-Cell oder die B-Klasse B-Cell (Brennstoffzelle) unter Serienbedingungen und basierend auf einem modularen E-Drive-Systembaukasten hergestellt, aber eben noch nicht in Grossserie gefertigt. So freute sich der strategische Projektleiter der A-Klasse E-Cell, Volker Störkmann, in Spanien darüber, «dass wir bis 2012 allein in Kalifornien 70 B-Klasse B-Cell an Kunden übergeben». In nackten Zahlen kann das noch nicht beeindrucken.

255 Kilometer unter Strom

Besser sieht es da beim neusten Modell der Stuttgarter Elektroflotte aus: Denn noch bevor 2012 die nächste Generation der A-Klasse kommt, macht sie jetzt einen Sprung in die Zukunft und surrt als Elektroauto E-Cell auf die Zielgerade. Wo der Smart als Stromer für Singles gilt, will der E-Cell das saubere Familienauto von Morgen sein. Denn weder das flexible Sitzkonzept noch der Kofferraum wird durch den Elektroantrieb eingeschränkt. Denn dazu haben die Entwickler schliesslich vor fast 15 Jahren den sogenannten Sandwichboden eingezogen.

Dort lagern zwei Akkupakete aus dem Smart ed, die zusammen auf 36 kWh kommen und für 255 Kilometer reichen sollen. Danach muss der Stromer für 16 Stunden an die Steckdose. Mit einem Starkstromanschluss tankt man in der halben Zeit, und den Strom für 100 Kilometer zapft die A-Klasse an einer Schnellladestation in 180 Minuten.

In Fahrt bringt den Wagen ein Elektromotor, der dauerhaft 68 und kurzzeitig 95 PS leistet. Das klingt mager, ist aber allemal genug. Schliesslich steht das maximale Drehmoment bei Elektroautos von der ersten Sekunde an zur Verfügung. Und das sind bei der A-Klasse immerhin 290 Nm. Auch wenn der Elan jenseits des Ortsschilds spürbar nachlässt und der Stromer bis Tempo 100 rund 14 Sekunden brauchen, kann man damit zumindest ganz entspannt durch die Stadt rollen.

Akkus kommen von Tesla

Auf der ersten Testfahrt durch Valencia ist das Auto flüsterleise, ohne gespenstisch still zu sein. Das Strompedal arbeitet ähnlich gefühlvoll wie früher das fürs Gas; die Lenkung ist präzise und leichtgängig, und an das stufenlose Getriebe hat man sich schnell gewöhnt. Nur mit der Bremse muss man erst warm werden. Um die Energie nicht unnötig zu verheizen, bremst das Auto die meiste Zeit elektrisch, indem der Motor zum Generator wird und die Akkus leert. Denn gewohnten Biss spürt man nur, wenn man richtig zutritt und so auch die mechanische Bremse aktiviert.

Zwar baut Mercedes die elektrische A-Klasse im normalen Fertigungsprozess und lässt den Stromer in Rastatt mit Dieseln und Benzinern über ein Band laufen. Doch für eine echte Serienproduktion ist es zu früh — unter anderem weil die Akkus noch vom Kooperationspartner Tesla kommen und nicht aus der eigenen Batteriefabrik, die derzeit in Kamenz entsteht.

500 A-Klassen E-Cell


Deshalb müssen erst einmal 500 Exemplare genügen, die an ausgewählte Kunden in Deutschland und ein paar Nachbarländern verteilt werden. «Das Interesse an dem Auto ist gewaltig», sagt Jürgen Schenk, der den Aufbau der Mercedes-Elektroflotte verantwortet, und berichtet von viermal mehr Anfragen als Autos.

Dabei müssen die Kunden das Rendezvous mit der Zukunft teuer bezahlen: Die Monatsmiete liegt bei 900 Euro. Zwar ist da bis auf den Strom schon alles drin. Doch eine normale A-Klasse mit vergleichbarer Ausstattung kann man schon für rund die Hälfte leasen.

Smart unter Strom


Lange wird es solche Kalkulationen aber nicht mehr geben. «In der nächsten Generation der A-Klasse wird die Elektroversion so selbstverständlich sein wie heute ein Diesel oder ein Benziner», ist Schenk überzeugt. «Wenn auch nicht von Anfang an.» Aber er hat eine gute Ausrede: 2012, wenn die neue A-Klasse an den Start geht, will er sich vor allem auf den elektrischen Smart konzentrieren und die Stückzahlen nach oben schrauben. Bis Ende nächsten Jahres sollen insgesamt 1500 Bonsai-Benz stromern. «Aber ab 2012 hängen wir eine Null dran und produzieren jedes Jahr eine fünfstellige Zahl.»

Und wenn bis dann auch der definitive Entscheid für den Bau des SLS als Stromer gefallen ist, dann dürfte die heutige Einschätzung von Mercedes — «wir haben die weltweit vielfältigste Elektroflotte» — auch auf der Strasse punkten.

http://www.tagesanzeiger.ch/auto/techni ... y/22018262
Bild


I love you all!
Benutzeravatar
Schaefca
 
Beiträge: 3107
Registriert: Do 27. Mai 2010, 15:04
Wohnort: Rheinland
Geschlecht: M
Kennzeichen: Ü 50

von Anzeige » Sa 11. Dez 2010, 09:47

Anzeige
 


Ähnliche Beiträge


TAGS

Zurück zu smart in den Medien

Wer ist online?

0 Mitglieder

cron